Immer intensivere Hitzewellen setzen die elektrische Infrastruktur in Europa zusätzlich unter Druck. Für Verteilnetzbetreiber geht es dabei nicht nur um eine höhere Stromnachfrage. Es geht auch um Anlagenzustand, Netzzuverlässigkeit und operative Transparenz.
Trafostationen sind kritische Punkte im Stromnetz. Wenn die Umgebungstemperaturen steigen, können Transformatoren und zugehörige Betriebsmittel einer höheren thermischen Belastung ausgesetzt sein. Unter diesen Bedingungen wird die Transformatorentemperatur zu einem der wichtigsten zu überwachenden Indikatoren.
Ein ungewöhnlicher Temperaturanstieg kann auf Überlastung, unzureichende Belüftung, Probleme im Kühlsystem oder extreme Umgebungsbedingungen hinweisen. Die Herausforderung besteht darin, dass Betreiber solche Situationen ohne Echtzeit-Transparenz möglicherweise erst erkennen, wenn das Risiko bereits gestiegen ist.
Was ist Transformator-Temperaturmonitoring?
Transformator-Temperaturmonitoring ist die kontinuierliche Messung der thermischen Bedingungen eines Transformators, um ungewöhnliche Temperaturanstiege zu erkennen, die auf Überlastung, unzureichende Belüftung, Kühlprobleme oder extreme Umweltbelastung hinweisen können.
Elektrische Parameter allein zeigen nicht das vollständige Bild
Spannung, Strom, Leistung und Spannungsqualität sind entscheidend, um den Betriebszustand des Netzes zu verstehen. Sie erklären jedoch nicht immer die physischen Bedingungen, die die Anlage selbst beeinflussen.
Um die Netzzuverlässigkeit zu verbessern, benötigen Versorgungsunternehmen auch Transparenz über die Umgebung innerhalb und rund um die Trafostation. Dazu gehören Transformatorentemperatur, Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, Raucherkennung, Ozonkonzentration und Überflutungserkennung.
2GRID-Dashboard mit Transformatorentemperatur und Umgebungsparametern in Echtzeit
Vom Monitoring zur Prävention
Echtzeit-Monitoring hilft Versorgungsunternehmen, ungewöhnliche Situationen zu erkennen, bevor sie zu Ausfällen führen. Dies unterstützt fundiertere Wartungsentscheidungen, reduziert das Risiko unerwarteter Unterbrechungen und trägt dazu bei, die Lebensdauer kritischer Anlagen zu verlängern.
Bei Smilics bietet 2GRID Echtzeit-Transparenz über elektrische, physikalische und Umgebungsparameter in Trafostationen. Durch die Kombination dieser Daten können Versorgungsunternehmen von einer reaktiven Wartung zu einem präventiveren und datenbasierten Ansatz übergehen.
2GRID kombiniert elektrisches, physikalisches und umgebungsbezogenes Monitoring zur Unterstützung der präventiven Wartung in Trafostationen
Heute reicht es nicht mehr aus, nur elektrische Parameter zu überwachen. Um die Resilienz des Stromnetzes zu stärken, müssen wir auch die Umgebung überwachen, in der Strom transformiert und verteilt wird.